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FH6A86790Gemeinsam in Stuttgart für nachhaltigen Automobilbau und Produktionswelt der Zukunft

An der Startveranstaltung der flexiblen Forschungsfabrik ARENA2036 für das Automobil der Zukunft nahmen am 3. Juni 2014 in Anwesenheit von Ministerpräsident Winfried Kretschmann über 150 hochrangige Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik auf dem Universitätscampus Vaihingen teil. Im dort neu entstehenden Forschungsgebäude werden Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft mit finanzieller und politischer Unterstützung durch den Bund und das Land Baden-Württemberg zusammenarbeiten, um bis zum Jahr 2036 – dem 150-jährigen Jubiläum des Automobils – neuartige, ressourceneffiziente und wettbewerbsfähige Produktionsmodelle und -systeme zu realisieren. In der Forschungsfabrik für das Auto der Zukunft entstehen mit einem Investitionsvolumen von 30 Mio. Euro 160 Arbeitsplätze für höchstqualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich mit wandlungsfähiger Produktion und funktionsintegriertem Faserverbund-Leichtbau in der Serienfertigung von Fahrzeugen beschäftigen.

Die ARENA2036-Partner (Active Research Environment for the Next Generation of Automobiles) starten mit diesem Zukunftsunternehmen eine neue Epoche der Forschungspartnerschaft. Grundlagenforscherinnen und -forscher sowie anwendungsorientierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Stuttgart, außeruniversitärer Forschungsinstitute und der Industrie stecken in einem Fabrikgebäude ihre Köpfe zusammen und gehen gemeinsam einen strategischen Weg von der Forschung zum fertigen Produkt.

Prof. Wolfram Ressel, Rektor der Universität Stuttgart und Vorsitzender des Lenkungskreises der ARENA2036, der die Gäste in Vaihingen begrüßte, bedankte sich bei den Förderern und unterstrich den Modellcharakter dieser Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft. „Der kooperative Forschungscampus zeichnet sich durch seine zukunftsweisenden Forschungsthemen und den interdisziplinären und interinstitutionellen Ansatz aus. Der Campus wird dazu beitragen, die Wissenschaftsregion Stuttgart zu stärken und einen optimalen Transfer von Forschungserkenntnissen in industrielle Innovationen zu schaffen“, erklärte Wolfram Ressel.

Unterstützung durch Bund und Land Baden-Württemberg

In seiner Rede vor den Gästen unterstrich Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, die Bedeutung des Forschungscampus für die Wettbewerbsfähigkeit des Landes mit klar definierter Vorreiterrolle in der Technologie: „Innovationen sind heute in den seltensten Fällen das Ergebnis einsamer Tüftler. Sie entstehen vielmehr an den Schnittstellen von Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft“, erklärte Kretschmann. „Kooperationen wie ARENA2036 sind daher eine ideale Form, um Innovationen und Technologietransfer zu begünstigen. Wir als Landesregierung tragen gerne dazu bei, dass dieses zukunftsträchtige Netzwerk geknüpft wird. Hier entsteht ein entscheidendes Stück Zukunft.“

Der Forschungscampus ARENA2036 geht auf den Wettbewerb des Bundesforschungsministeriums (BMBF) „ Forschungscampus – öffentlich-private Partnerschaft für Innovationen“ zurück, in dem der Antrag der Universität Stuttgart und der ARENA2036-Partner als modellhaft ausgewählt wurde. In einem Zeitraum von maximal 15 Jahren stellt das BMBF Fördermittel von jährlich bis zu zwei Millionen Euro zur Verfügung. Hermann Riehl, Ministerialrat im Bundesministerium für Bildung und Forschung erklärte bei der Veranstaltung: „Mit ARENA2036 wird durch die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft der Technologievorsprung für die wandlungsfähige Produktion von Leichtbaukomponenten am Standort Deutschland aufgebaut und gesichert."

Seit Juli 2013 arbeitet ARENA2036 mit allen Startprojekten bereits in einem Interimsgebäude. Der Umzug in den 8000 Quadratmeter großen Neubau der Forschungsfabrik auf dem Universitätscampus Vaihingen mit Büro-, Labor- und Produktionsflächen ist für Ende 2016 geplant. Alle ARENA2036-Projekte werden dann im neuen Gebäude gemeinsam umgesetzt. Die Investitionskosten werden vom Land Baden-Württemberg zusammen mit der Universität Stuttgart getragen. Ministerialdirektorin Dr. Simone Schwanitz, Amtschefin des Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, betonte den Nutzen der Forschungspartnerschaft: „Wissenschaftliche Erkenntnisse haben das Potential, als Schlüsseltechnologie Branchen zu revolutionieren. Gleichzeitig wirft die betriebliche Produktion Probleme auf, die nur von der Wissenschaft gelöst werden können: Innovation verlangt, dieses Wechselspiel möglichst flexibel und effizient zu organisieren. In Forschungspartnerschaften gelingt dies zum Vorteil beider Seiten.“

Engagement der Wirtschaft

Prof. Thomas Weber, Mitglied des Vorstands der Daimler AG, Konzernforschung & Mercedes-Benz Cars Entwicklung sagte: „ARENA2036 ist ein wichtiger Baustein, um in Stuttgart die schwäbische Interpretation eines Silicon Valley des Automobils zu verwirklichen - ein Magnet, der internationale Spitzenkräfte anzieht.“

Von Beginn an dabei: ARENA2036-Partner

Neben der Universität Stuttgart sind BASF, Bosch, Daimler, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) und Fraunhofer-Institute Partner von ARENA2036.Dazugekommen sind jetzt die Firmen Bär Automation, Faro und Festo, die auf der Startveranstaltung als neue Mitglieder des vor kurzem gegründeten ARENA2036-Vereins vorgestellt wurden.

Dr. Martin Jung, Sprecher der BASF-Forschung für die Automobilindustrie: „Die Mobilität der Zukunft muss ressourcenschonend sein. Dafür werden innovative Leichtbaukonzepte benötigt. Im Rahmen der ARENA2036 möchten wir gemeinsam mit unseren Partnern Materialkonzepte bewerten, die Faserverbundmaterialien wirtschaftlicher machen und ihre Funktionalität verbessern.“

Dr. Jürgen Kirschner, Mitglied der Geschäftsleitung des Zentralbereichs Forschung und Vorausentwicklung von Bosch: „Zukunftsweisende Materialsysteme, Fertigungsverfahren und Design-Prinzipien zu entwickeln, das eröffnet dem Forschungs- und Industriestandort Deutschland weitere große Chancen. ARENA2036 hilft uns dabei, und wir bringen gerne unsere Kompetenzen in diese interdisziplinäre Zusammenarbeit ein.“

Klaus Hamacher, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands beim DLR: „Für das DLR ist der Leichtbau eine wichtige Zukunftstechnologie, welche die Luft- und Raumfahrtbranche genauso wie den Automobilbau in den nächsten Jahrzehnten prägen wird. Mehrere DLR-Institute forschen bereits intensiv an neuartigen Konzepten, Bauweisen und Werkstoffen. In den Forschungscampus ARENA2036 bringen die beiden Stuttgart DLR-Institute für Fahrzeugkonzepte sowie für Bauweisen und Strukturtechnologie ihr Know-how mit ein und profitieren vom direkten Austausch mit Partnern aus Wirtschaft und Forschung, um gemeinsam Innovationen auf diesem zukunftsweisenden Feld voranzutreiben.“

Prof. Götz T. Gresser, Sprecher des Vorstands der DITF Denkendorf: „Für die DITF Denkendorf bietet der Forschungscampus ARENA 2036 die große Chance, ihre jahrzehntelange Erfahrung in der Entwicklung von Fasern und Faserverbundwerkstoffen für den funktionsintegrierten Leichtbau einzubringen. Die DITF besitzen alle notwendigen Technologien und Kompetenzen, um in diesem kollaborativen Großprojekt die Ideen für das Automobil der Zukunft zu entwerfen und umzusetzen.“

Prof. Thomas Bauernhansl, Institutsleiter des Fraunhofer IPA: „Das Fraunhofer IPA treibt die Erforschung wandlungsfähiger Produktionssysteme mit langjähriger Erfahrung und Wissen in der Fabrikplanung und Entwicklung innovativer Robotersysteme voran und setzt die Ergebnisse in der Forschungsfabrik praktisch um.“

Die ARENA2036-Startprojekte

Die ARENA2036-Partner arbeiten an vier Startprojekten: Intelligenter Leichtbau und Funktionsintegration, Digitaler Prototyp: neue Materialien und Prozesse, Forschungsfabrik: Produktion der Zukunft sowie das Schnittstellenprojekt Kreativität, Kooperation, Kompetenztransfer.

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Dieses Forschungs- und Entwicklungsvorhaben wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut.
Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.