Automatisierung der

Qualitätsprüfung

für die Erhöhung der Qualität.

Automatisierte Qualitätsprüfung

Definition von Automatisierungsempfehlungen

Das TP5 nimmt sich des Themas Qualitätsprüfung im Kontext der Automatisierung des Leitungssatzproduktionsprozesses an. Dabei steht die aktuell gängige End of Line (EOL)-Prüfmethode im Mittelpunkt der Betrachtung, da sie durch das Abprüfen der vielen manuellen Prozessschritte aufwendig und kostenintensiv ist. Ziel ist es, Methoden und Ansätze zur Qualitätsprüfung zu entwickeln, die standardisiert und ökonomisch schon während des Produktionsprozesses umsetzbar sind.

Ausgangssituation und Motivation

Aufgrund der vielen manuellen Prozessschritte in der heutigen Leitungssatz-Fertigung, ist eine aufwendige manuelle EOL-Prüfung notwendig. Eigenschaften wie die Miniaturisierung der Komponenten erhöhen zusätzlich den physischen und psychischen Aufwand für die Werker*innen. Daraus resultiert ein steigendes Risiko der Fehlergenerierung und sich daraus ergebender höherer Kosten durch mehr Nacharbeit.

Durch die anvisierte (Teil-)Automatisierung des Produktionsprozesses ergeben sich bei vorgelagerten Fertigungsschritten wie z.B. dem Crimpen oder dem Schneiden neue Möglichkeiten der Qualitätssicherstellung durch Überwachung des Produktionsprozesses. Darüber hinaus kann sich eine lückenlose Dokumentation ergeben und Automatisierung der Prüfschritte als Basis für die zielgenaue Rückverfolgbarkeit im Fehlerfall genutzt werden.

Perspektivisch würde ein vollständig automatisierter Fertigungsprozess die EOL-Prüfung überflüssig machen, dies ist jedoch auf absehbare Zeit noch nicht umsetzbar.

Aktueller Arbeitsschwerpunkt

Ziel des Teilprojektes ist es, aufbauend auf dem aktuellen EOL-Test Möglichkeiten zu identifizieren, um Prüfschritte in den Leitungssatzfertigungsprozess zu integrieren. Dabei werden Anforderungen analysiert, die für eine Verlagerung der Prüfschritte von Seiten des Produktionsprozesses und -mittel erfüllt werden müssen.

Ausblick

Die nächsten Schritte des TP 5 beinhalten  die grundsätzliche Erarbeitung von Informationsmodellen bezogen auf die Aspekte der Qualität, die in die Verwaltungsschale einbezogen werden sollen. Die Verwaltungsschale beschreibt den gesamten Lebenszyklus eines Produktes und schafft eine herstellerübergreifende Interoperabilität. Konkret soll ein vollständiges Bordnetz als Digitaler Zwilling abgebildet und dabei auch dessen Qualitätsmerkmale berücksichtigt werden.